Die Suchanfragen über die man auf meinen Blog stößt sind leider nicht ansatzweise so erheiternd wie die mancher anderer. Allerdings sind immer wieder Keywords dabei hinter denen sich echte Fragen verstecken, also gibts hier mal die Auflösung:
1. "Sind Veganer dünner", "vegan abnehmen", "sind Veganer schlank",...
Es gibt tatsächlich Studien die besagen, dass Veganer in der Regel schlanker sind als der Durchschnitt. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn das erklärt sich durchaus auch daraus, dass sich Veganer vor allem aus einer Bevölkerungsgruppe rekrutieren, die tendenziell schlanker ist als der Durchschnitt: junge gut ausgebildete Frauen.
Es gibt aber genauso dicke Veganer, Veganer die erst nach der Umstellung zugenommen haben, Veganer die nch er Umstellung abgenommen haben und welche bei denen alles gleich geblieben ist. Vegan ist nicht die Geheimzutat, die einem automatischen Gewichtsverlust ermöglicht und man kann vegan wunderbar zunehmen, wenn man es darauf anlegt.
Wer gerne schlank bleiben oder werden möchte, dem lege ich in der Tendenz eine Kombi aus weniger Süßkram&Fett und mehr Bewegung ans Herz. Eine Umstellung auf vegane Kekse statt milch- und eihaltigem Gebäck wird aber auf der Waage keine nennenswerten Veränderungen erzielen.
2. Schokolade ohne Palmöl
In letzter Zeit landen vermehrt Menschen hier, die auf der Suche nach palmölfreier Schokolade sind, also hab ich mich mal für euch schlaugemacht:
Tatsächlich darf bei der
Herstellung von Schokolade Palmöl verwendet werden, in "purer" Schokolade ist es aber, nach meiner Erfahrung, eher selten zu finden, vor allem im Bio- und Fairtrade-Bereich habe ich eigentlich noch nie Palmöl oder nicht näher definierte pflanzliche Öle und Fette in der Zutatenliste "normaler Schokolade" entdeckt. Häufiger findet es sich zB in Cremefüllungen und Co, wobei häufig in diesem Fall ein sehr dehnbarer Begriff ist.
Problematischer sind Schokoaufstriche und Co, hier wird fast überall Palmöl oder -fett eingesetzt.
Im veganen Bereich kenne ich als einzige palmölfreie Alternative nur den Nougat Noir Aufstrich von Eisblümerl.
3. "Einsteigertipps für Veganer", "vegan werden", "wie werde ich Veganer",...
Bevor ich jetzt einen ganzen Roman darüber schreibe, verlinke ich lieber den wirklich gut geschriebenen und recherchierten
Guide von Jane, auch lesenswert: die darunter verlinkten und beantworteten Fragen.
4. "Mozzarisella Produktionsfehler"
Auch ich habe mal in einen der seltsamen Mozzarisellas beißen "dürfen", ob das Problem da mittlerweile behoben wurde weiß ich allerdings nicht, ich werde mir die Erfahrung künftig lieber ersparen.
Anhand der Kommentare bei den üblichen veganen Versänden kann man aber nachvollziehen, dass das Problem scheinbar leider noch nicht behoben wurde.
5. "vegan in Bayern", ...
Ja, das geht, fernab aller Klischees besteht dieses Bundesland tatsächlich nicht nur aus Weißwurst, Leberkäse und Wirtshäusern. Und selbst in den kleineren Städten findet man mittlerweile einige vegane Optionen.
Tatsächlich muss man sich, wie überall, vorher informieren, eine vegane Option ist keinesfalls Standard auf der Speisekarte, auch wenn das mittlerweile immer mehr im kommen ist. Kleine Dorfgaststätten dürften, wie nahezu überall auf der Welt, mit dem vorgetragenen Wunsch "aber bitte vegan" überfordert sein (wobei das so pauschal auch überhaupt nicht stimmt, man sollte wenn man unangemeldet auftaucht aber wohl lieber einen Alternativplan haben).
Die bayerische Küche ist in der Tendenz keine veganfreundliche, allerdings bekommt man in (fast) jedem Biergarten Radi (gesalzener Rettich) und frisches Brot, Pommes stehen auch fast immer auf der Karte, Kartoffelsalat ist dagegen nur in den seltensten Fällen vegan. Außerdem ist es üblich, dass man in den Biergarten eigenes Essen mitbringen darf,